Am Antikriegstag, dem 1. September ging der Orscheler Sommer 2019  mit einem bunten Friedensfest für die ganze Familie zu Ende, an dem rund 500 Gäste im Park der Adenauerallee gemeinsam des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren gedachten. Das Friedensfest wurde vom „Oberurseler Bündnis für Frieden“ organisiert, dem neben dem Verein Kunstgriff friedensbewegte Mitglieder der SPD, Linken, Grünen und Attac angehören. Unterstützt wurde das Fest Friedensfest von weiteren Privatpersonen, Vereinen sowie vom DGB Main- und Hochtaunuskreis.

Das Festprogramm begann mit einem Konzert des Chors „Entrüstet Euch“ und einer Ansprache des Arztes Dr. Jürgen Reusch, der sich an seinen Hiroshima-Besuch erinnerte und die Gefahr eines neuen atomaren Wettrüstens thematisierte. Texte und Gedichte von Krieg und Frieden zitierten musikalisch begleitet Schüler des Gymnasiums Oberursel sowie des Vereins „Windrose“. Dazu wurde Prof. Dr. Liselotte Bieback-Diel zu ihrem Buch „Geraubte Kindheit“ interviewt, in dem Kriegskinder aus Oberursel und deren Partnerstädten Epinay, Rushmoor und Lomonossow zu Wort kommen.

Aufgelockert wurden die Redebeiträge durch die Gitarrenspieler Gerhard Ferdinand und Franz Gajdosch, die sich schon ihr ganzes Leben lang für den Erhalt des Friedens engagieren. Ein Hauch von Woodstock-Feeling brachte die Band „Kaleidoskop“ aus Pohlheim in die Park. Am Rand des Geländes wurden an Ständen Unterschriften gegen Atomwaffen und für stärkere Friedensbemühungen gesammelt und Papierkraniche gefaltet, Kinder konnten Stelzen laufen oder Riesenseifenblasen über die Köpfe der Gäste schweben lassen. Dazu gab es „Waffeln statt Waffen“ und die bewährte Kunstgriff-Verpflegung mit Kaffee, Kuchen und Grill.

Viel Aufmerksamkeit – auch noch zwei Wochen über das Friedensfest hinaus – bekamen die beiden Nachbauten der Bomben „Little Boy“ und B 61, der am 6. August 1945 über der japanischen Großstadt Hiroshima abgeworfenen Atombombe. Eindrucksvoll thronten sie mit über drei Meter Höhe im Maßstab 1:1 im Park und symbolisierten die Gefahr, die über den Menschen schwebt. Bis heute mahnen die Ereignisse in Japan, wie verheerend eine Anwendung von Nuklearwaffen ist.

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